Ausstellungen & Projekte
Ausstellungen
Von Einzelausstellungen im Vinschgau bis hin zu zeitgenössischen Galerieausstellungen in Bozen — ein Überblick über das ausgestellte Werk und die laufenden Projekte von Elisabeth Zwick. Die kommenden Ausstellungen werden ihren Ansatz zur zeitgenössischen Kunst zeigen. Jede Installation bietet einen einzigartigen Einblick in ihren kreativen Prozess und ihre thematischen Erkundungen. Die Besucher*innen haben die Möglichkeit, sich mit den zum Nachdenken anregenden Werken von Elisabeth auseinanderzusetzen, die konventionelle Perspektiven herausfordern.
Aktuell ausgestellt · Bozen
Die Weird Sisters & Der Zauberlehrling
Bozen / Bolzano, Südtirol 2026
– Galerie der Künstler
Bindergasse 4 Bozen 29.06. – 11.07.2026
( Vernissage 29.06.2026 um 18 Uhr )
– Bibliothek Schlandersburg
21.07. – 25.08.2026
( Vernissage 21.07.2026 um 18 Uhr )
Die Weird Sisters (2023–2025)
Die drei Hexen in Shakespeares Macbeth sind mehr als mystische Figuren: Sie verkörpern die Macht der Sprache und die verschwommene Grenze zwischen Schicksal und freiem Willen. Ihre Prophezeiungen wirken wie ein Spiegel — formen sie Macbeths Schicksal, oder wecken sie nur das, was bereits in ihm schlummert?
Diese Serie verwebt den literarischen Archetyp mit der Hexe als Symbol verbotenen Wissens und weiblicher Autonomie — von den weisen Frauengestalten der Alpen bis hin zu den dämonisierten Bildern der frühen Neuzeit.
Der Zauberlehrling (2026)
In Bewegung gesetzte Farbe trotzt der Kontrolle — tropfend, fließend, verschmelzend oder fragmentierend, angetrieben von der Schwerkraft und dem Impuls. Die Leinwand wird zum Spiegel menschlicher Selbstüberschätzung und zur Metapher für die unkontrollierbaren Kräfte unserer Zeit: KI, autonome Waffen, Technologien, die längst ihren eigenen Gesetzen folgen.
Neue Werke in Schwarz und Weiß mit zwei Figuren: dem Lehrling und den Ravens — eine Hommage an Hitchcocks Die Vögel.
Archiv
Vergangene Ausstellungen & Projekte
2019
Fotoserie
Non-House — Vom Nicht-Ort zum Ort der Kunst
Marc Augé prägte den Begriff des „Nicht-Ortes“ für transitorische Räume wie Flughäfen, Hotels oder Einkaufszentren – Orte, die laut seiner Theorie zwar physisch existieren, aber keine Identität, Geschichte oder sozialen Bindungen ermöglichen. Doch was, wenn der Nicht-Ort nicht draußen, sondern in uns selbst liegt? Was, wenn die Ungebundenheit und die gleichzeitige Suche nach der eigenen Bestimmung selbst zum Nicht-Ort werden?
In Non-House erkundet Elisabeth diese innere Landschaft. Indem sie diese Räume fotografiert, verzerrt und buchstäblich auf den Kopf stellt, transformiert sie sie. Die Bilder existieren zwischen Realität und Vorstellung. Die Kamera wird zum Werkzeug der Aneignung — das Unsichtbare sichtbar, das Flüchtige greifbar gemacht.
Der „Ort der Kunst“ entsteht dort, wo der Nicht-Ort materiell wird: wo Abwesenheit zu Präsenz wird, Stille zu Ausdruck und Transit zur Ankunft.
2005
Einzelausstellung
Dialoge mit dem Wasser
Aquaprad — Prad am Stilfser Joch, Südtirol
Wasser ist die Grundlage allen Lebens. Während wir es in unserem Teil der Welt oft als selbstverständlich betrachten, ist es anderswo längst zu einer knappen Ressource, einem politischen Thema und einem Auslöser für Konflikte geworden — entlang des Nils, des Jordans oder im Indus-Becken.
Staudämme, Umleitungen und hier direkt vor unseren Augen das Abschmelzen der Gletscher als Folge des Klimawandels (Eternal Ice, 2005) verschärfen die Verteilungskämpfe. Einige Regionen leiden unter Dürre, andere kämpfen gegen Überschwemmungen — beides Folgen unseres Verhältnisses zur Natur. Die Frage ist nicht mehr ob, sondern wo und wie schwer Wasser zukünftige Konflikte entfachen wird.
Wasser verbindet uns alle — als Ressource, als Verantwortung, als Herausforderung.
Materials by Colori Farben Zadra, Via Zara 6, 39100 Bolzano

